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Wie weit die Halbloch-Klappe aufgeht, beeinflußt die Töne cis3 d3 und dis3.  Dies kann Intonation, Klangqualität und Ansprache der Töne verändern.  Wenn diese Klappe weiter aufgeht, verlieren diese Töne ihren Widerstand. Sie werden höher, sprechen nicht mehr so leicht an, werden härter und schwerer kontrollierbar. Wenn diese Klappe zu wenig aufgeht, bekommen die Töne mehr Widerstand. Der Klang hat zu wenig Substanz, und das Blasgefühl ist, daß zu wenig Luft durch die Oboe strömt. Um dies auszugleichen, wird meistens das Blasen forciert. Dadurch werden die Töne zu hoch.

Der Widerstand dieser Töne hat einen großen Einfluß auf die Bindungen: Wenn das Blasgefühl im Verhältnis zu den anderen Tönen nicht ausgeglichen ist, ist es nicht möglich, gute Bindungen mit anderen Tönen zu erzeugen.

Um die genaue Einstellung zu suchen, wird empfohlen, die Oboe im Mittelstück nicht abzudecken. Die Töne sollen einfach geblasen werden und müssen sauber und leicht ansprechen, vor allen im leisen Bereich. Um ein ausgeglichenes Blasgefühl zu suchen, sollen diese Töne so viel wie möglich mit anderen Tönen verglichen werden, am besten mit fis2, g2 und gis2, weil cis3 d3 und dis3 den zweiten Obertönen von fis2, g2 und gis2 entsprechen. (Abgesehen vom Halbloch gleich gegriffen).

Die Intonation soll zusätzlich mit den gleichen Tönen in den anderen Oktaven verglichen werden.

              

 

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